Kann das nicht auch die KI?
Künstliche Intelligenz kann heute erstaunlich viel unterstützen. Aber Softwareentwicklung ist mehr, als Code in einen Rechner zu tippen oder eine Anweisung an ein Werkzeug zu geben. Am Anfang steht immer das Verständnis für das Problem, den Prozess und die Menschen, die später mit der Lösung arbeiten sollen.
Eine wichtige Frage lautet deshalb oft nicht nur: Wie programmieren wir das? Sondern auch: Muss dieses Problem überhaupt mit IT gelöst werden? Ein guter Programmierer schreibt das Programm, das gefordert ist. Ein besserer Programmierer hilft vorher dabei zu klären, welches Programm wirklich gebraucht wird. Und zwar nicht nur aus technischer, sondern auch aus praktischer und wirtschaftlicher Sicht.
Wenn die Entscheidung für eine technische Lösung gefallen ist, beginnt die nächste Abwägung. Reicht ein Standardprodukt, das sinnvoll angepasst wird? Oder ist eine eigene Entwicklung der richtige Weg? Dabei zählen nicht nur Funktionen auf einer Wunschliste, sondern auch Zukunftssicherheit, Wartbarkeit, Alltagstauglichkeit und natürlich die Kosten. Gutes Coding entsteht dort, wo diese Fragen ernst genommen werden.